Mit der Skriptautomation können Sie wiederkehrende Lokalisierungsschritte automatisieren. Für diese Option verwendet Visual Localize eine Skriptdatei (*.VLS - z.B. “visloc.vls”), welche definierte Befehle enthält. Die darin enthaltenen Befehle werden nacheinander ausgeführt, ohne dass Sie in die Bearbeitung eingreifen müssen.
Dies Funktion ist z.B. sehr hilfreich, wenn Ihre Entwickler täglich (wöchentlich) ein neuen Build Ihrer Software erstellen. So kann mittels der Skriptautomatisierung immer das Lokalisierungsprojekt automatisch mit den neuen Versionen Ihrer Anwendung aktualisiert werden.
Für die Automatisierung Ihrer wiederkehrenden Lokalisierungsschritte mittels der Skriptdatei (*.vls), gehen Sie bitte wie folgt vor:
Erstellen Sie eine neue Verknüpfung für Ihre Visual Localize ("Visloc.exe" Datei) Anwendung:
Verwenden Sie Ihren Microsoft™ Windows Explorer, um das Verzeichnis zu öffnen, indem Visual Localize installiert ist.
Beispiel: “C:\Programme Dateien\Visual Localize 6.4\”. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei “Visloc.exe”. Ein Pop-Up-Menü wird geöffnet. Wählen Sie aus diesem Menü den Menüpunkt Verknüpfung erstellen:
Eine neue Verknüpfung “Verknüpfung mit Visloc” wird hinzugefügt:
Ändern Sie die Eigenschaften in Ihrer erstellten Verknüpfung:
Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf Ihre Verknüfung und wählen aus dem Kontext-Menü den Menüpunkt Eigenschaften.
Auf dem geöffneten Dialog ändern Sie bitte folgende Ziel Textzeile:
Syntax:
"[Laufwerk]:\[Verzeichnis_zu_Visual_Localize]\Visloc.exe" -script:"[Laufwerk]:\[Verzeichnis_zu_Ihrer_Skriptdatei]\[Name_der_Skriptdatei].vls"
z.B.: "C:\Programme\Visual Localize 6.4\Visloc.exe" -script:"D:\Skriptdateien\visloc.vls"
Diese Änderung gibt Visual Localize den Befehl beim Ausführen der Verknüpfung Ihre Skriptdatei (hier "visloc.vls") zu laden und die darin gespeicherten Befehle durchzuführen.
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Zwischen dem Dateinamen "Visloc.exe" und dem Parameter "-script" ist ein Leerzeiche, welches zur korrekten Funktion nicht vergessen werden darf. Weiter beachten Sie bitte die entsprechenden Hochkommas. |
Die Modifizierung der Skriptdatei *.vls (z.B. "Visloc.vls") mit einem oder mehreren Skriptbefehl(en).
Siehe Skriptbefehle unten.
Mögliche Skriptbefehle für die Skriptdatei (*.vls):
RELOAD: Dieser Skriptbefehl erneuert alle Programmodule in Ihrem Lokalisierungsprojekt (*prj), z.B. nach einem Software-Update oder einem neuen Release Ihrer Software. Alle Quelldateien (EXE, DLL, OCX) aus dem festgelegten Verzeichnis werden Ihrem Lokalisierungsprojekt hinzugefügt. Bereits bestehende Programmmodule werden mit dieser Version erneuert. Das heisst die Datei wird dabei durch die neue Version ersetzt. Bestehende Übersetzungen und Dialoganpassungen bleiben erhalten.
CREATEFILES: Dieser Skriptbefehl generiert Zieldateien (.NET Satellite Assemblies) von allen in Ihrer Projektdatei befindlichen Programmodulen und speichert diese in einem spezifizierten Zielverzeichnis..
IMPORTDIC: Dieser Skriptbefehl importiert eine Visual Localize Wörterbuchdatei (*.dic), um die Phrasen in Ihrem Lokalisierungsprojekt vorzuübersetzen.
PSEUDOTRANSLATION: Dieser Skriptbefehl führt eine Pseudo Übersetzung mit Ihrem Lokalisierungsprojekt durch.
SET: Dieser Hilfsbefehl setzt bestimmte Parameter für andere Skriptbefehle. (Momentan ist diese Funktion ausschließlich für den Skriptbfehl RELOAD verfügbar.)
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Mit dem Konverterwerkzeug Glossary2Dictionary, welches in Ihrer Visual Localize Programmgruppe im Ordner Tools installiert ist, können Sie kostenlos Microsoft™ Glossaries in Visual Localize Wörterbuchdateien (*.dic) konvertieren Diese Wörterbücher sind bei der Vorübersetzung von Standardphrasen wie z.B. "Speichern", "Drucken", "Datei",... sehr hilfreich. Zudem garantieren diese Wörterbücher eine Microsoft™ konforme Terminologie. |
Syntax für die Skriptbefehle:
Syntax zum Erstellen von Zieldateien von Ihrer Visual Localize Projektdatei:
createfiles "[Laufwerk]:\[Verzeichnis_zu_Ihrem_Visual_Localize_Projekt]\[Name_von_Ihrer_Projektdatei].prj" "[Laufwerk]:\[Zielverzeichnis_für_Ihre_Zieldateien]\" /net /o /key:"file.snk"
Optionale Parameter:
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/net |
Generiert .NET Satellite Assemblies (*.resources.dll) von allen .NET Base Assemblies (EXE,DLL) Ihrer Projektdatei. |
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/o |
Überschreibt vorhandene Zieldateien im Zielverzeichnis automatisch. |
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/key:"file.snk" |
Dieses Parameter wird verwendet, um eine SchlüsselPaar Datei (*.snk) zu definieren, welche verwendet wird um Ihre signierten .NET Programmmodule nach der Übersetzung erneut zu signieren. Liegt Ihnen diese SchlüsselPaar Datei (*.snk) nicht vor, so setzt Visual Localize automatisch das "Delay-Sign" in allen signierten .NET Programmmodulen. Diese Dateien müssen nach der Übersetzung von Entwickler der Dateien erneut signiert werden! |
Syntax zum Erneuern der Programmmodule (z.B. nach dem Release einer neuen Software-Version Ihrer Software), welche im Lokalisierungsprojekt gespeichert sind. Neue Module, die noch nicht im Projekt enthalten waren, werden dem Lokalisierungsprojekt zur späteren Übersetzung hinzugefügt:
reload "[Laufwerk]:\[Verzeichnis_zu_Ihrem_Lokalisierungsprojekt\[Name_Ihrer_Projektdatei].prj" "[Laufwerk]:\[Verzeichnis_zur_Ihren_aktualisierten_Programmmodulen]\"
Beispiel: reload "D:\test\source\Textproject.prj" "F:\Development\sourcefiles\"
Syntax für den Import eines Wörterbuches (*.dic):
importdic "[Laufwerk]:\[Verzeichnis_zu_Ihrem_Lokalisierungsprojekt\[Name_Ihrer_Projektdatei].prj" "[Laufwerk]:\[Verzeichnis_zu_Ihrem_Wörterbuch]\[Name_des_Wörterbuchs].dic" /add /replace /ignore
Optionale Parameter:
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/add |
Fügt alle Übersetzungen (Standardübersetzungen und Ausnahmen), die im Wörterbuch enthalten sind Ihrem Lokalisierungsprojekt hinzu. Dabei wird keine bestehende Übersetzung in Ihrem Lokalisierungsprojekt verändert. |
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/replace |
Wenn ein Importkonflikt für eine bereits vorhandene Übersetzung in Ihrer Projektdatei vorliegt, werden alle konflilktauslösenden Phrasen durch die Übersetzung aus dem importierten Wörterbuch ersetzt. |
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/ignore |
Es werden nur neue Übersetzungen aus dem Wörterbuch importiert. Vorhandene Übersetzungen in Ihrem Lokalisierungsprojekt bleiben unberührt. |
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/length:<1..200> |
Ändert die Textlänge der pseudo übersetzten Phrasen von 1% to 200%. Beispiel: 130% würde die Textlänge Ihrer Phrasen um 30% erhöhen verglichen mit der ursprünglichen Länge. |
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/resizecontrols |
Wenn der vorherige Parameter "/length:<1..200>" gesetzt wurde, wird auch die Größe aller Steuerelement auf den Dialogen entsprechend dem Wert angepasst. |
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/replacechar: |
Definiert den Buchstaben, welcher für die Pseudo Übersetzung verwendet werden soll. Dieser Buchstabe / Zeichen ersetzt den ersten Buchstaben eines jeden Wortes. Somit finden Sie sehr leicht hart-codierte Phrasen und sehen ob er eingegebene Buchstaben / Zeichen nach der Pseudo Übersetzung richtig dargestellt wird oder nicht. |
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/pretext: |
Definiert einen Text, der jeder pseudo übersetzten Phrase vorangestellt wird. |
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/posttext: |
Definiert einen Text, der jeder pseudo übersetzten Phrase angehängt wird. |
Beispiel: pseudotranslation "D:\test\source\Testproject.prj" /length:130 /resizecontrols /replacechar:Ä /preText:Demo_
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/exclude:[Dateiname_mit_Erweiterung],[Dateiname_mit_Erweiterung] |
Alle Dateien, die hier aufgeführt wurden, werden nicht erneuert oder in Ihr Lokalisierungsprojekt mit aufgenommen. |
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/clear |
Löscht die zuvor erstellte EXCLUDE-Liste. |
Beispiel:
set reload /exclude:Syncfusion*.dll,test.dll,*.txt
reload "D:\test\source\Textproject.prj" "F:\Development\sourcefiles\"
set reload /clear
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/file: |
Alle Dateien, die mit einem Komma getrennt sind, werden Ihrem Lokalisierungsprojekt als Hilfs-DLLs (z.B. zum Erstellen der Zeildateien) hinzugefügt. Diese Hilfs-DLLs können nicht übersetzt werden, sind aber z.B. wichtig zum Erstellen von Zieldateien, da ein Verweis in Ihren Dateien auf diese Hilfs-Dateien (Third-Party Dateien) besteht. |
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/folder: |
Alle Dateien in diesen mit Komma getrennten Verzeichnissen werden Ihrem Lokalisierungsprojekt als Hilfs-DLLs hinzugefügt. Diese Hilfs-DLLs können nicht übersetzt werden, sind aber z.B. wichtig zum Erstellen von Zieldateien, da ein Verweis in Ihren Dateien auf diese Hilfs-Dateien (Third-Party Dateien) besteht. |